Förderverein Kotten Nie e. V., Bülser Str. 157, 45964 Gladbeck - Telefon: +49 2043 66365 E-Mail: info@kotten-nie.de - © 2006-2018
Förderverein Kotten Nie e. V.

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Die kleine Geschichte des Kotten Nie
In   Gladbeck   Ost   an   der   Bülser   Straße liegt   der   Kotten   Nie.   Er   ist   ein   Zeuge der   Gladbecker   Stadtteilgeschichte,   ein erhaltenswertes    Überbleibsel    aus    der bäuerlichen   Vergangenheit   Gladbecks. Mit     den     Höfen     Kruse,     Dume     und Hegemann    gehörte    der    Hof    Nie    zum damaligen   Oberhof   Allinghof.   1574   wird im      Vestischen      Schatzzettel,      einer Steuerliste    des    16.    Jahrhunderts,    der Nie-Hof erwähnt. Aber lesen Sie weiter unten die ganze Geschichte…
In   Gladbeck   Ost   an   der   Bülser   Straße   liegt   der   Kotten   Nie.   Er   ist   ein Zeuge     der     Gladbecker     Stadtteilgeschichte,     ein     erhaltenswertes Überbleibsel   aus   der   bäuerlichen   Vergangenheit   Gladbecks.   Mit   den Höfen    Kruse,    Dume    und    Hegemann    gehörte    der    Hof    Nie    zum damaligen    Oberhof   Allinghof.    1574    wird    im    Vestischen    Schatzzettel, einer    Steuerliste    des    16.    Jahrhunderts,    der    Nie-Hof    erwähnt.    Hier wurden   von   den   "Gladbeckerschen   von   den   Nygen"   (heute   Nie)   vier Reichstaler     gefordert.     Weiter     erwähnt     wird     der     Hof     1660     im Kurfürstlichen     Lagerbuch     und     am     20.April     1698     im     Taufregister Lambert.   Aus   jüngerer   Zeit   stammt   eine   Eintragung   aus   dem   Jahre 1801,   dem   Hochzeitstag   der   Erbtochter   Gertrud   Nie   mit   dem   Bottroper Hermann     Kleine-Lohmann.     1909     verpachtet     Kleine-Lohmann     den Kotten   Nie   an   den   Bauern   Anton   Löns.   Seit   den   30-er   Jahren   ist   die Stadt   Gladbeck   Eigentümerin   des   Gebäudes.   Heute   erinnert   uns   der Straßenname   "Allinghof"   an   den   ehemaligen   Hofverband   Allinghof.   Seit dem 12.Februar 1985 steht der Hof unter Denkmalschutz.
Wiederaufbau des Kotten Nie Im   Dezember   1984   wurde   mit   der   Restaurierung   des   "Kotten   Nie"   begonnen.   Der   Hof   "Kotten   Nie"   ist   ein Verbleibsel   aus   der   bäuerlichen   Vergangenheit   Gladbecks.   Erhalten   geblieben   ist   vom   ehemaligen   Hof Nie   das   Bauernhaus.   Es   ist   ein   für   den   Hellwegraum   typisches   Vierständer-Fachwerk-Haupthaus.   Die Restaurierung    des    Fachwerkhauses    wurde    im    Rahmen    eines    Beschäftigungsprojektes    von    jungen Erwachsenen    durchgeführt.    Jeweils    12    Arbeitsplätze    für    junge    Arbeitslose    Arbeitnehmer    und    2 Arbeitsplätze    für    Meister    wurden    während    der    2-jährigen    Restaurierungsphase    eingerichtet.    Die Teilnehmer   verfügten   zum   Teil   nur   über   eine   geringe   berufliche   Qualifikation   bzw.   hatten   zum   Teil   nach einer   Berufsausbildung   keine   Arbeitsstelle   gefunden   und   waren   in   der   Regel   längerfristig   arbeitslos. Durch    die    Vielzahl    von    unterschiedlichen    Tätigkeiten    in    diesem    Projekt    konnten    die    Teilnehmer handwerkliche   Qualifikationen   erwerben   bzw.   berufliche   Kenntnisse   vertiefen.   Die   beruflichen   Chancen der   jungen   Arbeitslosen   auf   dem   Ausbildungs-   und   Arbeitsmarkt   sollten   verbessert   werden.   Ihnen   sollte der   Einstieg   in   die   Berufstätigkeit   ermöglicht   werden   bzw.   durch   die   Maßnahme   konnten   sie   zum   Teil   die Voraussetzungen   für   eine   berufliche   Bildungsmaßnahme   erlangen.   Durch   die   Arbeit   im   Projekt   lernten sie unterschiedliche handwerkliche  Tätigkeiten aus verschiedenen Berufszweigen kennen, u.a. Stütz- und Demontagearbeiten Herstellen von Fundamenten •Zimmerer- und Schreinerarbeiten - Maurer- und Putzarbeiten •Maler- und Anstreicherarbeiten - Isolationsarbeiten •Fliesenlegerarbeiten.
Das    Projekt    wurde    sozialpädagogisch    begleitet,    um    Probleme    der    Teilnehmer,    die    sich    aus    einer    längerfristigen Arbeitslosigkeit     ergaben,     wie     z.     B.     die     Verschuldung     und     fehlende     berufliche     Perspektiven,     aufzugreifen     und Lösungsmöglichkeiten   zu   entwickeln.   Nach   Beendigung   der   in   der   Regel   einjährigen   Beschäftigung   fand   ein   Teil   der Teilnehmer   eine   feste   Arbeitsstelle,   ein   weiterer   Teil   strebte   eine   berufliche   Qualifizierungsmaßnahme   an   und   ein   weiterer Teil    wurde    erneut    arbeitslos.    Das    Beschäftigungsprojekt    konnte    insgesamt    als    sinnvolle    Maßnahme    im    Rahmen    der Jugendberufshilfe   eingestuft   werden.   Das   Ergebnis   dieses   Projektes   konnte   auch   unter   Baufachleuten   vorgezeigt   werden. Nach    zweijähriger    Restaurierung    des    Fachwerkhauses    stand    dieses    für    ein    neues    Nutzungskonzept    zur    Verfügung. Entwickelt   wurde   ein   modellhaftes   Projekt   wohnortnaher   Freizeitgestaltung,   Erholung   und   Begegnung   in   Gladbeck-Ost.   Der Wirtschaftsbereich   des   Gebäudes   -   die   Wohnung   wird   vom   übrigen   Teil   unabhängig   genutzt   -   und   die   angrenzende Grünfläche   von   ca.   10.000   qm   standen   für   dieses   Konzept   zur   Verfügung.   Der   größte Teil   des   Gesamtgeländes   ist   eine   von Wegen   durchzogene   Grünfläche,   die   im   Westen   einen   Bolzplatz   und   im   Süden   einen   Bezirksspielplatz   einschließt.   Diese Freiflächen   sollten   an   Attraktivität   gewinnen.   Für   das   Konzept   der   Neugestaltung   der   Freiflächen   waren   pädagogische Überlegungen     im     Freizeitbereich,     Natur-     und     Umweltschutzgedanken     und     Maßnahmen     zur     Bekämpfung     der Jugendarbeitslosigkeit   bestimmend.   Die   Gestaltung   der   Freiflächen   unterlag   dem   Konzept   einer   aktiven   Nutzung.               Natur und    Grün    sollten    nicht    nur    bloß    Wegbegleitung    sein,    sondern    erlebbar    werden.    Dazu    gehörte    die    Beteiligung    der Bevölkerung    im    Stadtteil    an    der    Gestaltung,    Realisierung    und    Unterhaltung    (Obstbäume,    Gärten,    Feuchtbiotop, Bauerngarten, Vogelschutz-hecken- Naturkunde, Naturschutz).
Ausgehend   von   der   Überlegung,   Beschäftigungsprojekte   für   junge   Erwachsene   zu   schaffen,   wurde   ein wesentlicher    Bereich    der    Neugestaltung    von    der    Projektgruppe    Natur-    und    Umweltschutz-arbeiten durchgeführt.   Zehn   junge   Frauen,   eine   Garten-   und   Landschaftsgärtnerin   und   eine   Sozialpädagogin waren   seit   Dezember   1987   in   diesem   Projekt   über   eine   Allgemeine   Maßnahme   zur   Arbeitsbeschaffung für zwei Jahre tätig.
Am   01.05.1988   begannen   sechs   junge   Erwachsene   und   zwei   Meister   mit   dem   geplanten   Bau   weiterer Gebäude   (Remise,   Backhaus,   Pferdestall)   am   Kotten   Nie.   Durch   die   Gebäude   wurde   das   Bild   einer ehemaligen   Hofanlage   vervollständigt,   gleichzeitig   wurde   in   die   Gesamtkonzeption   die   Haltung   von heimischen   Tieren   aufgenommen,   um   Kindern   und   Jugendlichen   aus   dem   innerstädtischen   Bereich   den natürlichen   Umgang   mit   Tieren   zu   ermöglichen.   Bisher   wurden   im   Kotten   Nie   Hühner   und   Schafe gehalten,   nach   der   Fertigstellung   der   Gebäude   sollten   dort   Kaninchen,   Ziegen   und   Pferde   beheimatet werden.   Die   Ausstattung   und   Nutzung   des   Wirtschaftsteils   des   Kotten   Nie   trägt   Werkstattcharakter,   er lässt   Nutzungen   zu,   die   sonst   nur   schwer   unterzubringen   sind.   So   wurde   nach   Fertigstellung   der Remise   mit   der   Instandsetzung   eines   Planwagens,   einer   Kutsche   und   einer   Segeljolle   begonnen.   Über das   bisherige   Angebot   für   Kinder,   Jugendliche   und   Erwachsene   am   Kotten   Nie   -   Töpfer-,   Spinn-, Fahrrad-,   Holz-,   Naturschutzgruppe   und   Spiel-   und   Sportangebote   unter   dem   Motto   "Alte   Spiele,   neu entdeckt"    -    entstanden    weitere   Angebote    nach    der    Fertigstellung    der    Bauphase.    Das   Angebot    im Bereich   stadtteilbezogener   Kulturarbeit   wurde   erweitert.   Der   Kotten   Nie   konnte   somit   auch   für   kleinere Veranstaltungen,   wie   Konzerte,   Informationsabende   etc.   zur   Verfügung   stehen.   Der   Kotten   Nie   wurde für   alle   Bevölkerungsgruppen   im   Stadtteil   zu   einer   offenen   Begegnungsstätte   mit   einem   vielfältigen   und interessanten   Angebot   im   Freizeitbereich.   Zur   Unterstützung   des   Vorhabens   in   ideeller   und   finanzieller Hinsicht   wurde   der   am   24.   April   1986   gegründete   Verein   zur   Förderung   der   Jugend   und   Kultur   e.V. einbezogen.    In    partnerschaftlicher    Zusammenarbeit    mit    dem    Jugendamt    hatten    der    Vorstand    und weitere   Mitglieder   des   Vereins   auf   ehrenamtlicher   Basis   die   vorgenannten   Projekte   mit   unterstützt   bzw. eigenverantwortlich   geführt.   Der   Verein   wollte   darüber   hinaus   weitere   Projekte   initiieren   und   langfristig Dauerarbeitsplätze   schaffen.   Das   Projekt   konnte   nur   durch   erheblichen   finanziellen   Aufwand   der   Stadt Gladbeck und finanzielle Unterstützung des Landes und der Bundesanstalt für Arbeit realisiert werden.
Am Donnerstag, dem 04.Juli 1985, war es soweit: „Richtfest am Kotten Nie“ Grüne        Zweige        symbolisierten        die        Fertigstellung        des        ersten        Abschnittes        einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme    für    arbeitslose    Jugendliche,    die    am    01.Dezember    1984    begonnen wurde.   Über   den   Erfolg   konnten   sich   neben   den   12   jungen   Männern   zwischen   19   und   21   Jahren   auch Mauermeister   Franz   Körbel   und   Schreinermeister Arnold   Siedlaczek,   sowie   Sozialarbeiterin   Ingrid   Klefke freuen. Weitere   18   Monate   Restaurierungsarbeiten   folgten.   Bis   der   Kotten   zu   einem   Denkmal   werden   kann,   das an      die      bäuerliche      Vergangenheit      Gladbecks      erinnert      müssen      noch      Fensterrahmen,      die Fachwerkkonstruktion     des     Tennen     Tores     und     Türen     erneuert     und     Maler,     Installations-     und Kanalisationsarbeiten erledigt werden.
Neuer Verein verfolgt ehrgeizige Ziele. „Verein zur Förderung von Jugend und Kultur“--- …hinter diesem Namen verbirgt sich eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, arbeitslose Jugendliche zu unterstützen. Den   Vorsitz   des   neuen   Vereins,   der   noch   beim   Amtsgericht   eingetragen   werden   muss,   übernahm   Emil   Schmidtobreick,   stellvertretender   Leiter   des Jugendamtes. In   erster   Linie   möchte   der   Verein   das   Projekt   „Kotten   Nie“   fördern.   Zur   Finanzierung   des   ehrgeizigen   Planes   sollen   in   erster   Linie   Spenden   dienen. Daneben sollen die Jugendlichen auch einiges selbst unternehmen um die Kasse aufzubessern Inzwischen   sind   viele   Jahre   vergangen.   Der   Verein   hat   in   2016   sein   30-jähriges   Jubiläum   gefeiert   und   inzwischen   einen   neuen   Namen   bekommen,   der kürzer und prägnanter ist “Förderverein Kotten Nie” . Seine   Ziele   sind   aber   nach   wie   vor,   mit   einigen   Ausnahmen,   die   gleichen   geblieben.   Und   das   Motto   des   Fördervereins   hat   sich   auch   nicht   geändert   und heißt wie immer:
Schauen Sie sich die Geschichte von Kotten Nie in einem kleinen Video an.
Kotten Nie, über 200 Jahre alter Bauernhof im Gladbecker Osten
Förderverein Kotten Nie e. V.

Geschichte

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In   Gladbeck   Ost   an   der   Bülser   Straße   liegt   der   Kotten   Nie.   Er   ist   ein Zeuge    der    Gladbecker    Stadtteilgeschichte,    ein    erhaltenswertes Überbleibsel    aus    der    bäuerlichen    Vergangenheit    Gladbecks.    Mit den   Höfen   Kruse,   Dume   und   Hegemann   gehörte   der   Hof   Nie   zum damaligen   Oberhof Allinghof.   1574   wird   im   Vestischen   Schatzzettel, einer Steuerliste des 16. Jahrhunderts, der Nie-Hof erwähnt. Aber lesen Sie weiter unten die ganze Geschichte…
In   Gladbeck   Ost   an   der   Bülser   Straße   liegt   der   Kotten   Nie.   Er   ist   ein Zeuge     der     Gladbecker     Stadtteilgeschichte,     ein     erhaltenswertes Überbleibsel   aus   der   bäuerlichen   Vergangenheit   Gladbecks.   Mit   den Höfen    Kruse,    Dume    und    Hegemann    gehörte    der    Hof    Nie    zum damaligen   Oberhof   Allinghof.   1574   wird   im   Vestischen   Schatzzettel, einer    Steuerliste    des    16.    Jahrhunderts,    der    Nie-Hof    erwähnt.    Hier wurden   von   den   "Gladbeckerschen   von   den   Nygen"   (heute   Nie)   vier Reichstaler     gefordert.     Weiter     erwähnt     wird     der     Hof     1660     im Kurfürstlichen    Lagerbuch    und    am    20.April    1698    im    Taufregister Lambert.   Aus   jüngerer   Zeit   stammt   eine   Eintragung   aus   dem   Jahre 1801,   dem   Hochzeitstag   der   Erbtochter   Gertrud   Nie   mit   dem   Bottroper Hermann    Kleine-Lohmann.    1909    verpachtet    Kleine-Lohmann    den Kotten   Nie   an   den   Bauern   Anton   Löns.   Seit   den   30-er   Jahren   ist   die Stadt   Gladbeck   Eigentümerin   des   Gebäudes.   Heute   erinnert   uns   der Straßenname    "Allinghof"    an    den    ehemaligen    Hofverband   Allinghof. Seit dem 12.Februar 1985 steht der Hof unter Denkmalschutz.
Wiederaufbau des Kotten Nie Im    Dezember    1984    wurde    mit    der    Restaurierung    des    "Kotten    Nie" begonnen.   Der   Hof   "Kotten   Nie"   ist   ein   Verbleibsel   aus   der   bäuerlichen Vergangenheit   Gladbecks.   Erhalten   geblieben   ist   vom   ehemaligen   Hof Nie    das    Bauernhaus.    Es    ist    ein    für    den    Hellwegraum    typisches Vierständer-Fachwerk-Haupthaus.          Die          Restaurierung          des Fachwerkhauses    wurde    im    Rahmen    eines    Beschäftigungsprojektes von   jungen   Erwachsenen   durchgeführt.   Jeweils   12   Arbeitsplätze   für junge Arbeitslose Arbeitnehmer   und   2 Arbeitsplätze   für   Meister   wurden während     der     2-jährigen     Restaurierungsphase     eingerichtet.     Die Teilnehmer    verfügten    zum    Teil    nur    über    eine    geringe    berufliche Qualifikation   bzw.   hatten   zum   Teil   nach   einer   Berufsausbildung   keine Arbeitsstelle   gefunden   und   waren   in   der   Regel   längerfristig   arbeitslos. Durch   die   Vielzahl   von   unterschiedlichen   Tätigkeiten   in   diesem   Projekt konnten   die   Teilnehmer   handwerkliche   Qualifikationen   erwerben   bzw. berufliche   Kenntnisse   vertiefen.   Die   beruflichen   Chancen   der   jungen Arbeitslosen   auf   dem Ausbildungs-   und Arbeitsmarkt   sollten   verbessert werden.    Ihnen    sollte    der    Einstieg    in    die    Berufstätigkeit    ermöglicht werden     bzw.     durch     die     Maßnahme     konnten     sie     zum     Teil     die Voraussetzungen    für    eine    berufliche    Bildungsmaßnahme    erlangen. Durch   die   Arbeit   im   Projekt   lernten   sie   unterschiedliche   handwerkliche     Tätigkeiten aus verschiedenen Berufszweigen kennen, u.a. Stütz- und Demontagearbeiten Herstellen von Fundamenten •Zimmerer- und Schreinerarbeiten - Maurer- und Putzarbeiten •Maler- und Anstreicherarbeiten - Isolationsarbeiten •Fliesenlegerarbeiten.
Das   Projekt   wurde   sozialpädagogisch   begleitet,   um   Probleme   der   Teilnehmer,   die sich   aus   einer   längerfristigen   Arbeitslosigkeit   ergaben,   wie   z.   B.   die   Verschuldung und   fehlende   berufliche   Perspektiven,   aufzugreifen   und   Lösungsmöglichkeiten   zu entwickeln.   Nach   Beendigung   der   in   der   Regel   einjährigen   Beschäftigung   fand   ein Teil   der   Teilnehmer   eine   feste   Arbeitsstelle,   ein   weiterer   Teil   strebte   eine   berufliche Qualifizierungsmaßnahme   an   und   ein   weiterer   Teil   wurde   erneut   arbeitslos.   Das Beschäftigungsprojekt   konnte   insgesamt   als   sinnvolle   Maßnahme   im   Rahmen   der Jugendberufshilfe   eingestuft   werden.   Das   Ergebnis   dieses   Projektes   konnte   auch unter    Baufachleuten    vorgezeigt    werden.    Nach    zweijähriger    Restaurierung    des Fachwerkhauses    stand    dieses    für    ein    neues    Nutzungskonzept    zur    Verfügung. Entwickelt     wurde     ein     modellhaftes     Projekt     wohnortnaher     Freizeitgestaltung, Erholung   und   Begegnung   in   Gladbeck-Ost.   Der   Wirtschaftsbereich   des   Gebäudes   - die   Wohnung   wird   vom   übrigen   Teil   unabhängig   genutzt   -   und   die   angrenzende Grünfläche   von   ca.   10.000   qm   standen   für   dieses   Konzept   zur   Verfügung.   Der größte   Teil   des   Gesamtgeländes   ist   eine   von   Wegen   durchzogene   Grünfläche,   die im   Westen   einen   Bolzplatz   und   im   Süden   einen   Bezirksspielplatz   einschließt.   Diese Freiflächen   sollten   an   Attraktivität   gewinnen.   Für   das   Konzept   der   Neugestaltung der   Freiflächen   waren   pädagogische   Überlegungen   im   Freizeitbereich,   Natur-   und Umweltschutzgedanken         und         Maßnahmen         zur         Bekämpfung         der Jugendarbeitslosigkeit   bestimmend.   Die   Gestaltung   der   Freiflächen   unterlag   dem Konzept    einer    aktiven    Nutzung.                    Natur    und    Grün    sollten    nicht    nur    bloß Wegbegleitung   sein,   sondern   erlebbar   werden.   Dazu   gehörte   die   Beteiligung   der Bevölkerung    im    Stadtteil    an    der    Gestaltung,    Realisierung    und    Unterhaltung (Obstbäume,       Gärten,       Feuchtbiotop,       Bauerngarten,       Vogelschutz-hecken- Naturkunde, Naturschutz).
Ausgehend    von    der    Überlegung,    Beschäftigungsprojekte    für    junge Erwachsene     zu     schaffen,     wurde     ein     wesentlicher     Bereich     der Neugestaltung    von    der    Projektgruppe    Natur-    und    Umweltschutz- arbeiten     durchgeführt.     Zehn     junge     Frauen,     eine     Garten-     und Landschaftsgärtnerin   und   eine   Sozialpädagogin   waren   seit   Dezember 1987     in     diesem     Projekt     über     eine    Allgemeine     Maßnahme     zur Arbeitsbeschaffung für zwei Jahre tätig.
Am   01.05.1988   begannen   sechs   junge   Erwachsene   und   zwei   Meister mit    dem    geplanten    Bau    weiterer    Gebäude    (Remise,    Backhaus, Pferdestall)   am   Kotten   Nie.   Durch   die   Gebäude   wurde   das   Bild   einer ehemaligen     Hofanlage     vervollständigt,     gleichzeitig     wurde     in     die Gesamtkonzeption   die   Haltung   von   heimischen   Tieren   aufgenommen, um   Kindern   und   Jugendlichen   aus   dem   innerstädtischen   Bereich   den natürlichen    Umgang    mit    Tieren    zu    ermöglichen.    Bisher    wurden    im Kotten   Nie   Hühner   und   Schafe   gehalten,   nach   der   Fertigstellung   der Gebäude    sollten    dort    Kaninchen,    Ziegen    und    Pferde    beheimatet werden.   Die   Ausstattung   und   Nutzung   des   Wirtschaftsteils   des   Kotten Nie    trägt    Werkstattcharakter,    er    lässt    Nutzungen    zu,    die    sonst    nur schwer   unterzubringen   sind.   So   wurde   nach   Fertigstellung   der   Remise mit   der   Instandsetzung   eines   Planwagens,   einer   Kutsche   und   einer Segeljolle     begonnen.     Über     das     bisherige     Angebot     für     Kinder, Jugendliche    und    Erwachsene    am    Kotten    Nie    -    Töpfer-,    Spinn-, Fahrrad-,    Holz-,    Naturschutzgruppe    und    Spiel-    und    Sportangebote unter    dem    Motto    "Alte    Spiele,    neu    entdeckt"    -    entstanden    weitere Angebote    nach    der    Fertigstellung    der    Bauphase.    Das   Angebot    im Bereich   stadtteilbezogener   Kulturarbeit   wurde   erweitert.   Der   Kotten   Nie konnte     somit     auch     für     kleinere     Veranstaltungen,     wie     Konzerte, Informationsabende   etc.   zur   Verfügung   stehen.   Der   Kotten   Nie   wurde für     alle     Bevölkerungsgruppen     im     Stadtteil     zu     einer     offenen Begegnungsstätte   mit   einem   vielfältigen   und   interessanten Angebot   im Freizeitbereich.    Zur    Unterstützung    des    Vorhabens    in    ideeller    und finanzieller   Hinsicht   wurde   der   am   24.   April   1986   gegründete   Verein zur     Förderung     der     Jugend     und     Kultur     e.V.     einbezogen.     In partnerschaftlicher   Zusammenarbeit   mit   dem   Jugendamt   hatten   der Vorstand   und   weitere   Mitglieder   des   Vereins   auf   ehrenamtlicher   Basis die    vorgenannten    Projekte    mit    unterstützt    bzw.    eigenverantwortlich geführt.   Der   Verein   wollte   darüber   hinaus   weitere   Projekte   initiieren und   langfristig   Dauerarbeitsplätze   schaffen.   Das   Projekt   konnte   nur durch    erheblichen    finanziellen    Aufwand    der    Stadt    Gladbeck    und finanzielle   Unterstützung   des   Landes   und   der   Bundesanstalt   für   Arbeit realisiert werden.
Am Donnerstag, dem 04.Juli 1985, war es soweit: „Richtfest am Kotten Nie“ Grüne   Zweige   symbolisierten   die   Fertigstellung   des   ersten Abschnittes einer   Arbeitsbeschaffungsmaßnahme   für   arbeitslose   Jugendliche,   die am   01.Dezember   1984   begonnen   wurde.   Über   den   Erfolg   konnten   sich neben    den    12    jungen    Männern    zwischen    19    und    21    Jahren    auch Mauermeister   Franz   Körbel   und   Schreinermeister   Arnold   Siedlaczek, sowie Sozialarbeiterin Ingrid Klefke freuen. Weitere   18   Monate   Restaurierungsarbeiten   folgten.   Bis   der   Kotten   zu einem   Denkmal   werden   kann,   das   an   die   bäuerliche   Vergangenheit Gladbecks        erinnert        müssen        noch        Fensterrahmen,        die Fachwerkkonstruktion    des    Tennen    Tores    und    Türen    erneuert    und Maler, Installations- und Kanalisationsarbeiten erledigt werden.
Schauen Sie sich die Geschichte von Kotten Nie in einem kleinen Video an.
Neuer Verein verfolgt ehrgeizige Ziele. „Verein zur Förderung von Jugend und Kultur“--- …hinter   diesem   Namen   verbirgt   sich   eine   Initiative,   die   sich   zum   Ziel gesetzt hat, arbeitslose Jugendliche zu unterstützen. Den     Vorsitz     des     neuen     Vereins,     der     noch     beim     Amtsgericht eingetragen      werden      muss,      übernahm      Emil      Schmidtobreick, stellvertretender Leiter des Jugendamtes. In   erster   Linie   möchte   der   Verein   das   Projekt   „Kotten   Nie“   fördern.   Zur Finanzierung   des   ehrgeizigen   Planes   sollen   in   erster   Linie   Spenden dienen.     Daneben     sollen     die     Jugendlichen     auch     einiges     selbst unternehmen um die Kasse aufzubessern Inzwischen   sind   viele   Jahre   vergangen.   Der   Verein   hat   in   2016   sein 30-jähriges    Jubiläum    gefeiert    und    inzwischen    einen    neuen    Namen bekommen, der kürzer und prägnanter ist “Förderverein Kotten Nie” . Seine    Ziele    sind    aber    nach    wie    vor,    mit    einigen   Ausnahmen,    die gleichen   geblieben.   Und   das   Motto   des   Fördervereins   hat   sich   auch nicht geändert und heißt wie immer:
Förderverein Kotten Nie e.V. , Bülser Str. 157, 45964 Gladbeck Telefon: 02043 66365 - E-Mail: info@kotten-nie.de
Kotten Nie, über 200 Jahre alter Bauernhof im Gladbecker Osten